Dieser Leitfaden stellt Smart Weather Compensation (SWC) in Leanheat® Monitor vor: was die Funktion tut, was sie zum Betrieb benötigt und wo Sie sie finden.
Was SWC tut
Die herkömmliche Witterungsführung leitet die Vorlauftemperatur allein aus der Außentemperatur ab. SWC geht darüber hinaus und nutzt erweiterte Wettervorhersagen. Jeder kompatible Danfoss ECL Comfort 310 in Leanheat® Monitor verwendet dann lokale Informationen zu Sonneneinstrahlung, Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit.
SWC legt einen optimierten Offset auf den Sollwert der Vorlauftemperatur, sodass sich Ihre Regler wesentlich genauer an das Wetter draußen anpassen. So bleibt der Energieeinsatz optimal, ohne dass der Komfort im Gebäude leidet. SWC arbeitet vollautomatisch und erfordert nach der Registrierung Ihrer Geräte keine manuelle Konfiguration.
SWC arbeitet pro Heizkreis, nicht pro Regler. Bei der Registrierung eines Geräts liest SWC die Heizkurve jedes genutzten Heizkreises aus, bis zu vier Kreise (HC1 bis HC4), und optimiert jeden einzeln. Als nicht genutzt gekennzeichnete Kreise werden übersprungen. Deshalb weisen die Berichte für jeden Kreis ein eigenes Ergebnis aus, und deshalb können zwei Kreise am selben Regler recht unterschiedliche Einsparungen erzielen.
Was SWC verändert und was nicht
SWC legt ausschließlich einen Offset auf den Sollwert der Vorlauftemperatur für die Raumheizung. Trinkwarmwasser und andere Wärmeverbraucher sind nicht betroffen.
SWC greift nicht in Ihre übrigen ECL-Einstellungen ein. Die Funktion arbeitet neben Ihrer bestehenden Konfiguration, und die Kontrolle über den Regler bleibt bei Ihnen: Sie können Heizkurve, Wochenprogramme und alle anderen Einstellungen weiterhin genau wie zuvor ändern.
Wie viel SWC einspart
Nachgewiesene Einsparungen beim Raumheizungsverbrauch liegen im Bereich von 5 bis 15 %. Diese Werte wurden in Hunderten von Gebäuden in Mittel- und Nordeuropa bestätigt. Für ein einzelnes Gebäude hängt das Ergebnis von den Eigenschaften des Gebäudes, dem örtlichen Wetter und der bestehenden Konfiguration der Heizungsanlage ab.
Wie die Zahlen zustande kommen, erfahren Sie unter So werden die SWC-Einsparungen berechnet.
SWC und Heizkörperthermostate
Heizkörperthermostate (TRVs) sorgen für ein gutes Raumklima, lassen aber selbst unter optimalen Bedingungen in der Regel einen Anstieg der Raumtemperatur um bis zu 2 °C zu, bevor sie vollständig schließen. Direkt besonnte Räume können unangenehm warm werden, besonders im Herbst und Frühjahr, aber auch im Winter.
SWC verbessert das, indem die Vorlauftemperatur auf Basis der Vorhersage vorausschauend angepasst wird, sodass eine Überhitzung gar nicht erst entsteht. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigeres Raumklima und geringere Wärmeverluste im Verteilnetz.
Was SWC benötigt
Jeder Regler, den Sie registrieren möchten, muss alle folgenden Bedingungen erfüllen:
Er ist ein ECL Comfort 310 mit dem Verbindungstyp ECL in Leanheat® Monitor.
Seine Softwareversion ist 1.42 oder höher.
Er ist erreichbar und kommuniziert aktiv.
Er befindet sich in Europa, und seine Adresse in Leanheat® Monitor ist vollständig (Land, Stadt, Straßenname und Hausnummer).
Es ist mindestens ein Heizkreis in Nutzung, und jeder genutzte Kreis verfügt über einen funktionierenden Vorlauftemperaturfühler.
Seine Heizkurveneinstellungen liegen innerhalb der von SWC akzeptierten Bereiche.
Seine Applikation gehört zu den von SWC unterstützten Heizungsapplikationen. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an den Danfoss Support.
Erfüllt ein Gerät diese Bedingungen nicht, schlägt die Registrierung fehl. Die vollständige Prüfliste mit den zulässigen Wertebereichen finden Sie unter Warum die SWC-Registrierung fehlschlägt und wie Sie das beheben.
SWC ist außerdem ein separat zu erwerbendes Zusatzmodul und muss daher für Ihr Konto freigeschaltet sein, bevor das SWC-Menü erscheint.
Wer SWC sehen und verwalten kann
Der SWC-Leistungsbericht und der Detaillierte SWC-Bericht sind für alle Benutzerrollen sichtbar, sobald SWC für das Konto freigeschaltet ist.
Was Sie in diesen Berichten sehen, richtet sich nach Ihrem Gerätezugriff. Administratoren und Designer sehen alle Geräte des Kontos. Benutzer mit ausschließlich zugewiesenen Geräten, also die Rollen Full, Limited, Basic und Read-only, sehen nur die ihnen zugewiesenen Geräte.
Die Einsparwerte werden aus den für Sie sichtbaren Geräten berechnet. Zwei Personen können denselben Bericht am selben Tag öffnen und unterschiedliche Summen sehen, ohne dass eine von beiden falsch liegt.
Der SWC Device Manager (Gerätemanager), in dem Geräte registriert, pausiert und entfernt werden, steht ausschließlich Administratoren zur Verfügung.
Die Heizsaison
SWC ist während der Heizsaison aktiv, die vom 1. September bis zum 31. Mai des Folgejahres läuft. Daten außerhalb dieses Zeitraums werden weder erfasst noch angezeigt, und alle Berichte werden je Heizsaison dargestellt.
Dieser Zeitraum ist fest. Er wird nicht durch die Einstellung "Saisonstart" unter "Admin" und "Allgemeine Einstellungen" beeinflusst, die ausschließlich für kumulative Verbrauchsberichte gilt. Ein dort geänderter Saisonstart verschiebt die SWC-Heizsaison nicht.
Testzeitraum und Abonnement
Der Zugang zu SWC besteht in zwei Formen. Ein befristeter Testzeitraum läuft bis zu einem festgelegten Enddatum, ein unbefristetes Abonnement hat kein Enddatum. Deshalb unterscheidet sich die Schaltfläche auf der SWC-Startseite je nach Konto: Bei einem befristeten Testzeitraum startet sie Ihren kostenlosen Test, bei unbefristetem Zugang führt sie Sie direkt zur Registrierung von Geräten.
Läuft ein befristeter Testzeitraum ab, wird SWC schreibgeschützt. Alle Geräte werden pausiert, der Offset auf die Vorlauftemperatur entfällt, und Ihre Regler arbeiten mit ihren eigenen Einstellungen weiter. Ihre historischen SWC-Daten bleiben einsehbar. Eine Meldung in allen SWC-Ansichten weist auf den abgelaufenen Testzeitraum hin und bittet Sie, sich an Ihre lokale Danfoss-Vertriebsorganisation zu wenden.
Wo SWC in Leanheat® Monitor erscheint
SWC hat einen eigenen Eintrag SWC in der Hauptnavigation mit drei Registerkarten:
SWC-Leistungsbericht, die Übersicht der Einsparungen über alle registrierten Geräte. Siehe So lesen Sie den SWC-Leistungsbericht.
Detaillierter SWC-Bericht, die Werte je Gerät und Heizkreis. Siehe So lesen Sie den Detaillierten SWC-Bericht.
SWC Device Manager (Gerätemanager), in dem Geräte registriert und verwaltet werden. Siehe So registrieren Sie Ihre Geräte in SWC.
Sobald mindestens ein Gerät registriert ist, wird SWC auch an anderen Stellen der Anwendung sichtbar. In der Geräteliste erscheint neben jedem registrierten Gerät ein SWC-Symbol, ebenso bei jedem Bereich, der mindestens ein registriertes Gerät enthält. In beiden Listen steht ein passender Filter zur Verfügung, und SWC-Markierungen lassen sich auf der Gerätekarte, der Bereichskarte und den Karten-Widgets der Dashboards einblenden.
Eines sollten Sie beachten: Solange ein Gerät in SWC registriert ist, kann es nicht gelöscht, getrennt, stillgelegt, wieder aufgenommen oder ersetzt werden. Leanheat® Monitor fordert Sie dann auf, es zuerst aus SWC zu entfernen, und bietet einen Link zum SWC Device Manager (Gerätemanager) an.