Diese Anleitung führt in die intelligente Pumpensteuerung in Leanheat® Monitor ein: was sie leistet, wie der kritische Punkt im Netz ermittelt wird und was der Master-Regler damit macht. Die ausführliche Anleitung finden Sie unter So richten Sie die intelligente Pumpensteuerung ein.
Was die intelligente Pumpensteuerung leistet
Bei der intelligenten Pumpensteuerung werden die Umwälzpumpen nach dem Druck geregelt, der draußen im Netz gemessen wird, und nicht nur nach dem Druck an den Pumpen selbst. Ein Datenrelais vom Typ kritischer Punkt überwacht den Differenzdruck (dP), den Quell-ECL310-Regler an entfernten Punkten des Wärmenetzes messen. In jedem Ablesezeitraum vergleicht Leanheat Monitor die Quellwerte, wählt den niedrigsten aus (den kritischen Punkt) und schreibt ihn auf einen Master-ECL310-Regler, der die Umwälzpumpen steuert. Der Master-Regler passt daraufhin den Differenzdruck der Pumpen so an, dass der erforderliche Druck dort gehalten wird, wo er tatsächlich benötigt wird, und gleicht dabei Druckverluste in den Leitungen aus.
Wie der Wert des kritischen Punkts ausgewählt wird
Der kritische Punkt ist kein fester Ort. Es ist jeweils derjenige Quellregler, der in diesem Moment den niedrigsten Differenzdruck meldet. Der Punkt, auf den die Pumpen hinarbeiten, kann sich also verschieben, wenn sich die Last im Netz ändert.
- Der Vergleich wird in jedem Ablesezeitraum wiederholt. Dieser wird am Relais eingestellt und kann bis auf 10 Sekunden verkürzt werden.
- Quellwerte unterhalb eines konfigurierten Mindestschwellenwerts werden herausgefiltert, und der niedrigste der verbleibenden Werte wird übertragen.
- Der übertragene Wert kann geglättet werden, sodass kurze Schwankungen draußen im Netz gedämpft werden, bevor sie die Pumpen erreichen.
- Bis zu 20 Quellgeräte können ein Relais speisen.
Wie der Master-Regler den Wert verwendet
Der Master-Regler arbeitet mit zwei Differenzdrücken. An den Pumpen misst er seinen eigenen, dPM, als Differenz zwischen den Druckfühlern für Vorlauf und Rücklauf, S9 und S10. Aus dem Netz empfängt er dPS, den niedrigsten Endpunktwert, den das Relais sendet.
Der Endpunktwert ist der führende Wert. Der Regler vergleicht dPS mit dem Endpunkt-Sollwert und passt den gewünschten Differenzdruck der Pumpen so lange an, bis der Druck am kritischen Punkt stimmt. Dieser gewünschte Wert bleibt stets zwischen dem konfigurierten minimalen und maximalen Pumpendruck, sodass von den Pumpen nie mehr oder weniger verlangt wird, als die Anlage zulässt.
Bleibt der Endpunktwert aus oder ist die Endpunktregelung ausgeschaltet, greift der Regler auf seine eigene Messung dPM zurück und regelt auf den festen Sollwert „dP Set Master". Es kann ein Alarm ausgelöst werden, wenn der Endpunktwert länger als eine eingestellte Zeit ausbleibt. In Leanheat Monitor wird er als Alarm „dP - Endpunkt fehlt" angezeigt.
Auf der Registerkarte Anwendung des Master-Reglers sehen Sie, welchen der beiden Werte der Regler gerade verwendet. Die unterstrichene Bezeichnung, dPM oder dPS, ist der Wert, auf den aktuell geregelt wird, und das Signalsymbol neben der Anzeige der Pumpendrehzahl (M3) zeigt, dass der Differenzdruck von der entfernten Seite kommt.